Der Buddha Mind 4: die hohe Kunst der Gelassenheit

In den ersten Blogs zum Buddha Mind ging es darum das eigene Denken bewusst unter die Lupe zu nehmen, öfter einmal auf den Beobachter Posten zu wechseln und sehr klar wahrzunehmen was es in uns den ganzen Tag denkt. Sehr schnell wird uns hierbei gewahr: bei den täglichen zig tausend Gedanken die uns durch den Kopf schießen ist auch ganz schön viel destruktiver Mist dabei! Doch Gott sei Dank sind wir gesegnet mit einem freien Willen. Und die Entscheidung zu treffen sein Denken bewusst mehr in Richtung Gelassenheit und Leichtigkeit zu führen ist er erste Schritt.

Mache dann aus der Entscheidung ein Versprechen an dich selbst:

„Ich verspreche mir selbst noch besser auf meine Gedanken zu achten und wahr zu nehmen sobald es etwas Fieses und Negatives in mir denkt.“

Um dich dann bewusst für einen Gedanken mit mehr Leichtigkeit und Freude zu entscheiden!

Und hier geht es nicht um krampfhaftes positives Denken, eher um eine neue Feinjustierung. Und um das Beobachten.

„Man lebt das Leben vorwärts und versteht es rückwärts.“ Wenn du auf die Dinge in deinem Leben zurückschaust: Waren nicht viele Rückschläge genau richtig so, weil sich im Nachgang noch eine viel bessere Möglichkeit aufgetan hat?

Bei manchen Dingen die uns im Leben passieren, insbesondere in den Momenten wo ersehnte Türen (Möglichkeiten, Chancen etc.) zuknallen, tut sich später noch etwas viel Besseres auf – und alles Jammern und Zedern war umsonst. „Manches was wir uns wünschen und nicht bekommen stellt sich im Nachgang als Geschenk heraus“, ein Zitat vom Dalai Lama.

Durch dieses gewahr werden können wir uns den ersten Stress aus dem Leben holen, um nicht mehr allzu impulsiv auf Alles zu reagieren. Das ist der erste Schritt in Richtung Gelassenheit, die für mich höchste Buddha Mind Qualität. Wenn wir es schaffen durch stetigen inneren Wachstum der Gelassenheit mehr Raum in unserem Leben zu geben, wird das Leben an sich leichter und bekommt mehr flow.

Und manche Geschehnisse die im ersten Moment ein Desaster sind sind wirklich eins. So kann zum Beispiel ein Unfall der uns für einige Zeit ans Bett fesselt die Chance sein, wieder mehr Zeit damit zu verbringen nach Innen zu lauschen, sich vielen Dingen wieder gewahr zu werden und die Zeit der erzwungenen Stille stellt sich als persönliches Geschenk des Wachstums und Neujustierung heraus. Wir wachsen an den Aufgaben die das Leben uns stellt, wenn wir ihnen mit der richtigen Einstellung begegnen. So Vieles ist eine Aufforderung zum Wachsen. Anstatt ein für dich negatives Ereignis zu verfluchen frage dich: Für was passiert mir das jetzt? Was kann ich dadurch erfahren und lernen?

Und auch in Alltagssituationen kann eine Feinjustierung im Denken uns mehr Gelassenheit schenken. Z.B. du stehst im Stau und es kotzt dich so richtig an. Aber sich drüber aufregen bringt ja leider gar nichts, die Situation ist ja schon da! In solchen Momenten frage dich: „Was kann ich jetzt tun um mir ein wenig Erleichterung zu verschaffen?“ Mein tolles Hörbuch weiter hören. Eine liebe Freundin anrufen und mir die Zeit mit einem tollen Gespräch erleichtern. Entspannungsmusik anmachen.

„Take it easy“ – ist eine Entscheidung! Immer wieder aufs Neue. Das Drama ist oft nicht das Ereignis selbst sondern unsere Gedanken dazu.

Eine Buchempfehlung von mir: „Rolle vorwärts“ von Samuel Koch, der nach seinem „Wetten dass“ Unfall im Rollstuhl sitzt. Er entscheidet sich tagtäglich für eine positive Sichtweise auf die Dinge und richtet sein Denken auf das aus was er sich zutiefst wünscht: Das die Medizin eines Tages an dem Punkt ist heilen zu können.

Viel zu viel Zeit verbringen wir damit uns über das Gedanken zu machen was wir nicht wollen. Und genau hier setzen wir an: werde dir gewahr sobald es destruktiv in dir denkt und bringe einen Impuls von Leichtigkeit und einem neuen Fokus hinein. Statt bei einer schweren Grippe die zum ungünstigsten Zeitpunkt angerauscht kommt zu fluchen „das kann ich jetzt so gar nicht gebrauchen“ mache ein „ich bin dankbar für eine rasche Heilung“ daraus. Richte dich immer wieder aufs Neue auf das aus was du dir wünschst, anstatt daran festzukleben was gerade alles nicht stimmt.

 

Fassen wir nochmal zusammen:

  • kultiviere einen gelasseneren Blick auf die Dinge. Manchmal sind verpasste Chancen ein Geschenk für noch Tolleres.
  • take it easy! Shit happens! Aufregen bringt nix. Annehmen heißt die Devise. Und:
  • mach das beste aus jeder Situation
  • richte dich mehr auf das aus was du dir wünschst als dir den Kopf darüber zu machen was gerade alles nicht rund läuft